23.08.2013/ DE FCI - Standard Nr. 88 SHETLAND SHEEPDOG (Shetland Sheepdog)


ŰBERSETZUNG:    Drs.    Franz    und    Katrin    Riemann,    unter Mitwirkung  des  Schweizer  Shetland  Sheepdog  Club  und  von  Herrn Uwe   H.Fischer. Űberarbeitet   und   ergänzt   Christina   Bailey   / Offizielle Originalsprache (EN). URSPRUNG: Grossbritannien. DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS: 19.08.2013.VERWENDUNG:  Gesellschafts- und Hirtenhund. KLASSIFIKATION FCI:   Gruppe 1   Hütehunde und   Treibhunde          (ausgenommen Schweizer                          Sennenhunde).        Sektion 1    Schäferhunde.        Ohne Arbeitsprüfung. ALLGEMEINES  ERSCHEINUNGSBILD:  Kleiner,  langhaariger Arbeitshund   von   grosser   Schönheit,   frei   von   Plumpheit   und Grobheit,   geschmeidiges   und   graziőses   Gangwerk.   Umrisslinie symmetrisch,   so   dass   kein   Teil   unproportioniert   erscheint.   Das reichliche  Haarkleid,  die  üppige  Mähne  und  Halskrause  und  ein  schön geformter Kopf mit einem lieblichen Ausdruck verbinden sich zum idealen Erscheinungsbild. WICHTIGE PROPORTIONEN: Schädel   und   Fang   gleich   lang,   Teilungspunkt   ist   der   innere Augenwinkel. Vom  Schultergelenk  zu  den  Sitzbeinhöckern  geringfügig  länger  als die Widerristhöhe. FCI-St. Nr.88 / 23.08. 2013 3VERHALTEN/CHARAKTER ( WESEN): Wachsam,   sanft,   intelligent,   kräftig   und   lebhaft.   Liebevoll   und verständig  gegenüber  seinem  Herrn,  reserviert  gegenüber  Fremden, niemals nervös. KOPF:Kopf  edel  und elegant  ohne Űbertreibungen;  von  oben  oder  von  der Seite gesehen wie ein langer, stumpfer Keil, der sich von den Ohren zur  Nase  hin  verjüngt.  Breite  und  Tiefe  des  Schädels  steht    im Verhältnis  zur  Länge  von  Schädel  und  Fang.  Das  Ganze  muss  in Anbetracht der Grösse des Hundes bewertet werden. OBERKOPF: Schädel:  Flach,  mässig  breit  zwischen  den  Ohren,  ohne  dass  das Hinterhauptbein  hervorragt.  Die  Oberlinie  des  Schädels  ist  parallel zur Oberlinie des Fangs. Stopp:  Leicht, aber deutlich erkennbar. GESICHTSSCHÄDEL: Der   characteristische   Ausdruck   wird   durch   die   vollkommene Harmonie  in  der  Verbindung  von  Schädel  und  Vorgesicht,  durch Form,  Farbe  und  Platzierung  der  Augen  und  durch  die  richtig angesetzten und korrekt getragenen Ohren erreicht.Nasenschwamm: Schwarz. Lefzen: Schwarz, fest geschlossen. Kiefer / Zähne: Kiefer ebenmässig, glatt geschnitten, kräftig, mit gut entwickeltem   Unterkiefer.   Zähne   gesund   mit   einem   perfekten, regelmässigen  und  vollständigen  Scherengebiss,  wobei  die  obere Schneidezahnreihe  in  engem  Kontakt  über  die  untere greift  und  die Zähne  senkrecht  im  Kiefer  stehen.  Ein  vollständiger  Satz  von  42 richtig platzierten Zähnen ist höchst wünschenswert. Backen:Flach, glatt in den gut gerundeten Fang übergehend. Augen:  Mittelgross,  schräg  eingesetzt,  mandelförmig  mit  schwarzen Lidrändern.  Dunkelbraun,  ausser  bei  den  Blue  Merles,  wo  ein  oder beide Augen blau oder blau gesprenkelt sein dürfen.Ohren: Klein und am Ansatz mässig breit, auf dem Schädel ziemlich eng  zusammenstehend.  Im  Ruhezustand  werden  sie  zurückgelegt FCI-St. Nr.88 / 23.08. 2013 4getragen;  wenn  der  Hund  aufmerksam  ist  werden  sie  nach  vorne gebracht  und  halb  aufrecht,  mit  nach  vorne  kippenden  Spitzen getragen. HALS: Muskulös,  gut  gebogen,  von  ausreichender  Länge,  um eine  stolze Kopfhaltung zu ermöglichen. KÖRPER: Rücken: Gerade mit anmutig gerundeten Lenden. Kruppe: Allmählich nach hinten abfallend. Brust:   Tief,   bis   zu   den   Ellenbogen   herabreichend.   Rippen   gut gewölbt,  in  der  unteren  Hälfte  schmal  zusammenlaufend,  um  den Vorderläufen    und    den    Schultern    eine    freie    Bewegung zu ermöglichen. RUTE: Tief angesetzt. Die zur Spitze hin dünner werdenden Wirbelknochen reichen  bis  zu  den  Sprunggelenken.  Die  Rute  ist  reichlich  mit  Haar bedeckt  und  weist  einen  leichten  Aufwärtsschwung    auf.  Sie  darf  in der   Bewegung   leicht   erhoben   werden   aber   niemals   über   die Rückenlinie hinaus. Auf keinen Fall geknickt. GLIEDMASSEN VORDERHAND: Allgemeines  :  Vorderläufe  von  vorn  gesehen  gerade, muskulös  und ebenmässig geformt, mit kräftigen aber nicht schwerenKnochen. Schulter: Sehr gut zurückliegend. Am Widerrist nur durch die Wirbel getrennt, liegen die Schulterblätter dann schräg nach aussen, um der gewünschten  Wölbung  der  Rippen  Platz  zu  bieten.  Schultergelenke gut gewinkelt. Oberarm: Oberarm und Schulterblatt ungefähr gleich lang. Ellenbogen:  Abstand  vom  Boden  zu  den  Ellenbogen  gleich  dem Abstand von den Ellenbogen zum Widerrist. Vordermittelfuss: Kräftig und geschmeidig. FCI-St. Nr.88 / 23.08. 2013 5HINTERHAND: Oberschenkel:  Breit  und  muskulös,  Femur  im  rechten Winkel  im Becken eingesetzt. Kniegelenk: Mit deutlicher Winkelung. Sprunggelenk: Gut geformt und gewinkelt, tiefstehend, mit kräftigen Knochen. Sprunggelenk von hinten gesehen gerade. PFOTEN: Oval,   mit   gut   gepolsterten      Ballen;   Zehen   gewölbt   und   eng aneinander liegend. GANGWERK: Geschmeidig, fliessend und anmutig,  mit Schub aus der Hinterhand, dabei     grösstmögliche     Distanz     bei     geringster     Anstrengung zurücklegend.  Passgang,  kreuzende  oder  wiegende  Gangart  oder steife,    stelzende    Auf-    und    Abwärtsbewegung    sind    höchst unerwünscht. HAARKLEID: Haar: Doppelt, das äussere Deckhaar besteht aus langem, hartem und geradem   Haar;   Unterwolle   weich,   kurz   und   dicht.   Mähne   und Halskrause   sehr   üppig.   Vorderläufe   gut   befedert.   Hinterläufe oberhalb  der  Sprunggelenke  stark,  unterhalb  ziemlich kurz  und  glatt behaart.  Das  Gesicht  ist  kurzhaarig.  Das  Haar  soll gut  dem  Kőrper angepasst  sein  und  nicht  dominierend  oder  die  Aussenlinie  des Hundes    beeinträchtigen.    Kurzhaarige    Exemplare    sind höchst unerwünscht. Farbe: Zobelfarben: Reinfarben oder in Schattierungen von hellem Gold bis zum satten Mahagoni, wobei die Schattierung kräftig getönt sein soll. Wolfsfarbe und Grau sind unerwünscht. Dreifarbig:   Tiefschwarz   am   Körper,   vorzugsweise   mit   satten, lohfarbenen Abzeichen. Blue  Merle:  Klares,  silbriges  Blau,  mit  schwarzer  Sprenkelung  und Marmorierung.  Satte,  lohfarbene  Abzeichen  werden  bevorzugt,  ihr FCI-St. Nr.88 / 23.08. 2013 6Fehlen   wird   jedoch   nicht   bestraft.   Grosse   schwarze Flächen, schieferfarbener  oder  rostfarbener  Anflug,  sowohl  im  Deckhaar  wie auch     in     der     Unterwolle,     sind     höchst     unerwünscht.     Der Gesamteindruck muss von Blau geprägt sein. Schwarz  Weiss  und  Schwarz  mit  Loh:  Sind  ebenfalls  anerkannte Farben. Weisse  Abzeichen  dürfen  (ausser  bei  Schwarz  mit  Loh)  als  Blesse, am  Halskragen,an  der  Brust,  an  der  Halskrause,  an  den  Läufen  und an der Spitze der Rute vorhanden sein. Das Vorhandensein all dieser oder einiger dieser weissen Abzeichen soll bevorzugt werden (ausser bei  Schwarz  mit  Loh).  Das  Fehlen  dieser  Abzeichen  soll  nicht bestraft    werden.    Weisse    Flecken    am    Körper    sind    höchst unerwünscht. GRÖSSE Ideale Widerristhöhe:    Rüden               37    cm, Hündinnen 35,5 cm. Eine  Abweichung  um  mehr  als  2,5  cm  über  oder  unter diese  Masse ist höchst unerwünscht. FEHLER:  Jede  Abweichung  von  den  vorgenannten  Punkten  mussals   Fehler   angesehen   werden,   dessen   Bewertung   in   genauem Verhältnis  zum  Grad  der  Abweichung  stehen  sollte  und  dessenEinfluss  auf  die  Gesundheit  und  das  Wohlbefinden  des  Hundes  zu beachten ist.DISQUALIFIZIERENDE FEHLER: Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde Hunde,   die   deutlich   physische   Abnormalitäten   oder Verhaltensstőrungen   aufweisen,   műssen   disqualifiziert werden.NB:  Rüden   müssen   zwei   offensichtlioch   normal   entwickelte Hoden   aufweisen,   die   sich   vollständig   im   Hodensack befinden. Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden